Bertini-Preis 2012 für das H20-Theaterstück 'Die war nicht so' am 27.01.2013 verliehen

Im Ernst-Deutsch-Theater ist am 27.01.2013 zum 15. Mal der Bertini-Preis für Zivilcourage verliehen worden. Jugendliche, die sich gegen die Ausgrenzung von Menschen wenden und Erinnerungsarbeit leisten, wurden dabei ausgezeichnet.

Der Bertini-Preis wird traditionell am Holocaust-Gedenktag verliehen. In ihren Reden lobten Senator Scheele und die Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft Carola Veit den Einsatz der Schülerinnen und Schüler.

 

Der Name des Preises geht auf den Roman des Hamburger Schriftstellers Ralph Giordano "Die Bertinis" zurück. Der heute 89-Jährige schildert in dem Buch das Schicksal seiner Familie in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, geprägt von Ausgrenzung, Verfolgung und ständiger Angst.

 

Es wurden 6 Preise verliehen, von denen einer an unsere Theatergruppe dafür verliehen wurde, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem Theaterstück gegen Gewalt - insbesondere gegen Gewalt in der Partnerschaft engagiert haben.

 

Herzlichen Glückwunsch an die Schauspielerinnen und Schauspieler unserer Höheren Handelsschule. Glückwunsch und herzlichen Dank besonders auch an die Spielleiter Olaf Bublay und Patrik Abozen für das große Engagement.

Mit dem Theaterstück "Die war nicht so!" nach Motiven von Lutz Hübners "Ehrensache" mischen sich 10 junge Menschen unserer Höheren Handelsschule in die Diskussion um traditionelle Geschlechterrollen und kulturelle Werte unter multikulturellen Jugendlichen ein.

 

Weitere Fotos unten auf dieser Seite.

Plakat 1
Plakat1 2012-12.pdf
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Plakat 2
diewarnichtso_Plakat2012-12.pdf
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Informationen zum StoP-Projekt
StoP-Projektbeschreibung.pdf
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Bewerbung um Bertini-Preis 2012
Die war nicht so - Bewerbung Bertini-Pre[...]
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Im Rahmen des Steilshooper StoP-Projektes (StoP = Stadtteile ohne Partnergewalt) stellen sich die Jugendlichen die Frage, ob es die Ehre eines muslimischen Mannes an sich gibt.  Die Schülerinnen  und Schüler sind im Alter von 18 – 21 Jahre und haben biografische Wurzeln in Afghanistan, Ägypten, Ghana, Marokko, Nigeria, Pakistan, Togo und der Türkei. Auf der Bühne zeigen die Schauspieler wie es ist, wenn junge Männer das Sagen haben und diesen Anspruch aus einem umstrittenen Ehrbegriff ableiten.

Mit weiblichen Provokationen können Cem und Simon in unserer Inszenierung nicht umgehen, eine Shoppingtour in die benachbarte Großstadt gerät völlig aus den Fugen. Am Ende ihres Trips liegt Elena mit dreißig Messerstichen tot auf dem Parkplatz. In einer Rückbetrachtung der Ereignisse versuchen die älteren Geschwister von Cem und Elena durch intensive Befragungen Licht ins Dunkel dieser Tragödie zu bringen und nach Motiven für diesen sinnlosen Mord zu forschen.

 

"Die war nicht so!" ist engagiert gespieltes Jugendtheater, das, eingebettet in das Steilshooper StoP-Projekt, Beziehungsfragen aus Sicht von Jugendlichen problematisiert und auf die Bühne bringt. In unserem Fall prallen unterschiedliche kulturelle Werte und Geschlechterrollen unversöhnlich aufeinander.

Spielleitung: Patrick Abozen, Olaf Bublay

 

„Die Premieren-Veranstaltung findet in Kooperation mit umdenken/Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. statt, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg“. Das Theaterprojekt wird finanziell durch den Verfügungsfonds des Steilshooper Stadtteilbeirats unterstützt.

 

Am 26.11.12 haben die Akteure dieses Stück im Kaisersaal des Rathauses im Rahmen des ‚Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen‘ erfolgreich aufgeführt. Weitere Aufführungen fanden am 18.12.2012 auf Kampnagel statt. Viele Kooperationspartner unterstützten diesen Aktionstag 'Respekt in der Liebe - Schulen und Stadtteile gegen Partnergewalt'.